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| MASSAKER In Zusammenarbeit mit WDR, SF DRS, Filmstiftung NRW, Media-Programme 2003 / 2004 |
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| TEAM | |||||||||
Buch und
Regie: |
Monika Borgmann Lokman Slim Hermann Theißen Joachim Ortmanns Lokman Slim Werner Schweizer Marie-Michèle Cattelain Philippe Avril WDR Werner Dütsch SF DRS Paul Riniker Nina Menkes Anne de Mo Bernd Euscher |
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SYNOPSIS 1982 erschütterte das Massaker in den libanesischen Palästinenserlagern die Weltöffentlichkeit, heute ist es (fast) vergessen. Dabei war es exemplarisch für all die Massaker, die folgten: zum Beispiel in Ruanda oder in den jugoslawischen Kriegen. Immer wieder tauchen die unbeantworteten Fragen auf: Was treibt Menschen zu derartigen Exzessen von Grausamkeit, und wie können die Täter weiterleben? Massaker ist inhaltlich wie ästhetisch eine psychopolitische Studie über sechs Täter, die sowohl auf Befehl wie auch aus eigenem Antrieb am Massaker von Sabra und Shatila teilgenommen haben. Der Film verknüpft die psychischen Dispositionen der Täter mit ihrem politischen Umfeld und nähert sich über ihre Erzählungen auch dem Phänomen der kollektiven Gewalt. Ohne das Massaker von Sabra und Shatila wirklich rekonstruieren zu wollen, zeigt Massaker durch die ineinander verschlungenen Erzählungen der sechs Protagonisten eine bislang unveröffentlichte Version des Massakers: die der Täter. Im Libanon gilt das Massaker von Sabra und Shatila – wie auch alle anderen Massaker, die während des sechzehnjährigen „Bürgerkriegs“ verübt wurden – bis heute als Tabu. Niemand wurde zur Verantwortung gezogen, im Gegenteil: 1991 beschloss das libanesische Parlament ein Amnestiegesetz für alle während des Bürgerkriegs begangenen Verbrechen. „Kommunikative Beschweigsamkeit“ nennt Hermann Lübbe im deutschen Nachkriegszusammenhang eine solche Verdrängungspolitik, die nach einer Katastrophe labile Gleichgewichte nicht gefährden will. Massaker insistiert auf Wahrhaftigkeit, nicht
auf Anklage, Belehrung oder Kommentar. Die Entscheidung, ausschließlich
die Täter zu Wort kommen zu lassen, mag angreifbar sein, ihre Erzählungen
sind es nicht. |
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